Wissenschaftsministerin Martina Münch zu Besuch in den Palästinensischen Gebieten
Wissenschaftsministerin Martina Münch zu Besuch in den Palästinensischen Gebieten
Manchmal sind es die kleinen Details, durch die große Zusammenhänge verständlich werden. Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, schaute vom Dach des UNRWA-Krankenhauses im Flüchtlingslager Qalandiya auf die engen Gassen des Armutsviertels, die israelische Sperranlage und das dahinter liegende Jerusalem. „Früher gingen Tausende jeden Tag nach Jerusalem, um dort zu arbeiten“, erklärte Yousef Hushiyeh, Area Director des Flüchtlingshilfswerks. „Mit dem Bau der Mauer haben viele dieser Menschen ihre Arbeit verloren.“
Das Krankenhaus, das unverzichtbare Dienste für die 10.000 Bewohner des Flüchtlingslagers bereitstellt, ist Zentrum und Anlaufpunkt für die Menschen und weit mehr als eine medizinische Einrichtung. „Ich weiß, dass Sie unter sehr schwierigen Bedingungen praktizieren. Sie leisten eine hervorragende und wichtige Arbeit“, drückte Martina Münch, selbst ausgebildete Ärztin, ihre Anerkennung aus.
Bei ihrem ersten Besuch in den Palästinensischen Gebieten, den die Friedrich-Ebert-Stiftung Ost-Jerusalem organisierte, verschaffte sich die Brandenburgische Ministerin einen Eindruck von den Bedingungen vor Ort. In hochrangigen Gesprächen wurden aktuelle politische Probleme erläutert und Möglichkeiten der deutsch-palästinensischen Zusammenarbeit diskutiert. Beeindruckt zeigte sich Martina Münch vom Besuch des lebhaften Campus’ der Birzeit Universität nördlich von Ramallah. Im Gespräch mit Universitäts-Präsident Nabil Qassis informierte dieser sie über Schwierigkeiten, denen sich palästinensische Universitäten und Studenten gegenübersehen. Mangelnde finanzielle Unterstützung wurde ebenso thematisiert wie die Schwierigkeiten, unter den Bedingungen der Besatzung einen regulären Lehrbetrieb zu gewährleisten. Münch zeigte sich offen für die Idee einer Universitätspartnerschaft und versprach, die gewonnenen Kontakte zu nutzen.
Das Land Brandenburg engagiert sich seit Jahren in besonderem Maße für die Region des Nahen Ostens. Ministerpräsident Matthias Platzeck besucht die Region regelmäßig um Kooperationsprojekte anzustoßen.


