Premiere des Films „Facts on the Ground“ im Garten der FES in Jerusalem
The Facts on the Ground are constantly changing. Mit diesem Statement beginnt die Momentaufnahme der Filmemacherin Ina Fuchs. In den folgenden 30 Minuten zeigt sie eindrücklich, wie die israelische Besatzungspolitik in der West Bank und im Gazastreifen die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einschränkt. Interviews mit Palästinensern und Israelis erklären die Auswirkungen von Checkpoints, Siedlungen und Mauerbau auf das Leben in den Palästinensischen Gebieten. Am deutlichsten lässt Ina Fuchs aber ihre Bilder, aufgenommen in Jerusalem und den West Bank-Städten Ramallah, Jericho und Nablus sprechen.
Ina Fuchs’ Film basiert auf der Arbeit des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UN OCHA). OCHA sammelt Daten zur Fragmentierung der Palästinensischen Gebiete und gibt sie anhand von Kartenmaterial und Graphiken wieder. Der Film „Facts on the Ground“ ist die filmische Umsetzung der nüchternen Zahlen der OCHA-Graphiken, der seine Wirkung bei den 80 Gäste der Premierenfeier, die sich am 12. August im Garten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Jerusalem eingefunden hatten, nicht verfehlte. Lebhaft diskutierten sie, ob der Film nun zu einseitig und pro-palästinensisch war oder ob er die Besatzungspolitik Israels nicht deutlich genug verurteilte. Der Direktor der FES in Jerusalem, Michael Bröning, und Ina Fuchs verbuchten die Diskussion als Erfolg. Schließlich verstehen sie den Film als Beitrag zur Debatte um die Besatzungspolitik und nicht als unumstößliche Wahrheit. Denn: The Facts on the Ground are constantly changing.
Nach der gelungenen Premiere in Jerusalem soll der von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderte Film von Ina Fuchs in naher Zukunft auch dem deutschen Fernseh-Publikum zugänglich gemacht werden.


