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Besuch von Schülern der Oberschule Berlin–Steglitz

Anhand von Stasistiken und Kartenmaterial wurden den Schülern die Folgen der israelischen Besatzung für die Palästinensischen Gebiete aufgezeigt. Foto: FES.
Anhand von Stasistiken und Kartenmaterial wurden den Schülern die Folgen der israelischen Besatzung für die Palästinensischen Gebiete aufgezeigt.

Am 27.09.2011 begrüßte die FES Jerusalem eine Klasse der Beethoven-Oberschule Berlin Steglitz zu einem Briefing über die aktuelle Situation in den Palästinensischen Gebieten. Im Büro der FES Jerusalem in Sheikh Jarrah erläuterte FES Projektmanager Alexander Rüsche den Schüler des Leistungskurses Politikwissenschaft anhand von Statistiken und Kartenmaterial des Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) die mit der israelischen Besatzung verbundenen Einschränkungen für die Palästinenser sowie die aktuelle politische Lage in Westjordanland und Gazastreifen, die gemeinsam mit Büroleiter Michael Bröning intensiv diskutiert wurde.

Die Gruppe wurde an zentrale Brennpunkte in Ost-Jerusalem geführt. Foto: FES.
Die Gruppe wurde an zentrale Brennpunkte in Ost-Jerusalem geführt.

Um sich ein persönliches Bild von den zuvor theoretisch vermittelten Inhalten machen zu können, wurde die Gruppe nach dem Mittagessen durch Tourguide Yahav Zohar von der israelischen Nicht-Regierungs-Organisation ICAHD (Israeli Committee Against House Demolitions) an zentrale Brennpunkte in Ost-Jerusalem geführt. Der Weg führte die Gruppe vom Aussichtspunkt Jabel Mukaber in die Stadtteile Wadi Qadum, Abu Dis und Ras el Amud. Dort erklärte Yahav den TeilnehmerInnen die Politik der Jerusalemer Stadtverwaltung in den palästinensischen Stadtteilen und deren Konsequenzen für die Anwohner. Die Schüler konnten sich so einen Eindruck davon machen, wie unzureichend die Infrastruktur im Ostteil Jerusalems ist: Mangelhafte oder keine Kanalisation, zu wenig Schulen und andere fehlende städtische Dienstleistungen wie bspw. Müllabfuhr.
Yahav thematisierte auch die Sperranlage, deren Verlauf mitten durch palästinensische Wohngebiete die Schüler aus nächster Nähe betrachten konnten. Auch die Problematik der „House Demolitions“, von der tausende palästinensische Wohnhäuser in Jerusalem bedroht sind, wurde angesprochen. Diese und andere Themen wurden in einer abschließenden Runde im FES-Büro nochmals abschließend diskutiert.