Friedrich-Ebert-Stiftung
Büro East-Jerusalem
P.O. Box 25126
Mount of Olives St. 24
91251 Jerusalem

Tel.: 00972-2-532 83 98
Fax: 00972-2-581 96 65

E-Mail: info@fespal.org
www.fespal.org

Sie sind hier: Startseite » Aktivitäten » 2011 » Roundtable mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Thinking Big

Hannelore Kraft hört intensiv den Ausführungen von Zahira Kamal, erster Frauenministerin Palästinas, zu. Foto: FES.
Hannelore Kraft hört intensiv den Ausführungen von Zahira Kamal, erster Frauenministerin Palästinas, zu.

“On this day, I salute the women of the Middle East and North Africa, along with women all over the world who are taking great risks to stand up and fight for dignity, justice and human rights for themselves and for their compatriots. In Egypt and Tunisia, women were on Twitter, on Facebook, and on the streets. Women from all walks of life were marching alongside men, pushing boundaries and breaking gender stereotypes, just as eager for change, for human rights and for democracy.”
Mit diesen Worten der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay zum 100. internationalen Weltfrauentag eröffnete Moderatorin Judith Althaus am 09. März 2011 in Ramallah die von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte Diskussion zwischen der deutschen Bundesratspräsidentin und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und wichtigen palästinensischen Entscheidungsträgerinnen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks debattierten unter anderen Ramallahs Bürgermeisterin Janet Michael und Dr. Sahar Qawasmi, Parlamentarierin aus Hebron mit der Ministerpräsidentin und der ebenfalls anwesenden Christina Rau über den Nahostkonflikt und seine besonderen Auswirkungen für die palästinensischen Frauen. Krafts Interesse galt dabei insbesondere den Herausforderungen der Frauen in der Politik und auf dem Arbeitsmarkt.
Das Gespräch wurde in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und Croissants geführt. Dabei wurde deutlich, wie politisch aktive Frauen in den Palästinensischen Gebieten an zweierlei Fronten kämpfen - gegen Benachteiligung in einer patriarchalen Gesellschaft einerseits und gegen die israelische Besatzung andererseits.
Weitere zentrale Themen der Dikussion waren die Bildungs- und Berufschancen junger Palästinenserinnen sowie die Vereinbarkeit von beidem mit dem Familienleben. In vielen Bereichen konnten Kraft und Rau auch Parallelen zur deutschen Gesellschaft ausmachen. Frau Dr. Cairo Arafat, Strategiekoordinatorin des Palestinian Government Media Center, betonte die zentrale Stellung der Frau als Rückgrat der Familie und 'Kitt' der palästinensischen Gesellschaft – eine Position, die sowohl eine Belastung aber auch eine Quelle von Einfluss und Selbstbewusstsein ist.
Abgerundet wurde das Gespräch von einem Schlusswort der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, in dem sie die Frauen mit den Worten "think big" ermutigte, ihre Ziele trotz aller Schwierigkeiten hoch zu stecken.