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Eine Stadt im Ausnahmezustand - Eine Gruppe junger Volontäre besucht die Stadt Hebron

Ein eindrückliches Bild vor Ort vermittelte TIPH mit einer Tour durch Hebron. Foto: FES.
Ein eindrückliches Bild vor Ort vermittelte TIPH mit einer Tour durch Hebron.

Was bedeutet ein Leben in Hebron, der einzigen Stadt in der Westbank, in der Palästinenser und jüdische Siedler Tür an Tür wohnen? Dieser Frage ging eine Gruppe junger Volontäre, die in Israel soziale Arbeit leistet, am 6. Juli gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Jerusalem auf den Grund.

Der Tag begann mit Informationen vonseiten der FES vor allem zu den Themen Bewegungshindernisse und Siedlungen in der Westbank. Foto: FES.
Der Tag begann mit Informationen vonseiten der FES vor allem zu den Themen Bewegungshindernisse und Siedlungen in der Westbank.

Bereits zu Beginn ihres Aufenthalts im September letzten Jahres hatten die jungen Freiwilligen bei einem von der FES Jerusalem organisierten „Palästina-Tag“ Ost-Jerusalem und Ramallah kennen gelernt und interessante Einblicke erhalten.
Der Informationstag zu Hebron begann mit Informationen vonseiten der FES vor allem zu den Themen Bewegungshindernisse und Siedlungen in der Westbank. Die Teilnehmer, die nunmehr schon einige Monate in Israel verbracht und teilweise auch die Westbank kennen gelernt hatten, konnten an dieser Stelle viele ihrer Fragen loswerden.

An der University of Hebron trafen die Volontäre eine Gruppe Studenten. Foto: FES.
An der University of Hebron trafen die Volontäre eine Gruppe Studenten.

Anschließend machte sich die Gruppe auf den Weg nach Hebron, um an der University of Hebron eine Gruppe Studenten zu treffen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen konnten die jungen Volontäre erfahren, wie das Leben junger palästinensischer Menschen in Hebron aussieht.

Bei der Führung durch Hebron mit TIPH. Foto: FES.
Bei der Führung durch Hebron mit TIPH.

Ein eindrückliches Bild vor Ort vermittelten Mitarbeiter der „Temporary International Presence in Hebron“ (TIPH) mit einer Tour durch die teilweise wie ausgestorben wirkende Altstadt Hebrons. Durch gewalttätige Übergriffe von Seiten militanter Siedler auf Palästinenser ist das Geschäftsleben in vielen Teilen der Stadt komplett zum Erliegen gekommen. Das Stadtbild ist bestimmt von geschlossenen Geschäften und verbarrikadierten Straßen. Spätestens hier wurde sehr deutlich, dass Hebron eine Stadt ist, die zwar in ihrer Extremität einmalig in der Westbank ist, die jedoch auch die Absurdität des israelisch-palästinensischen Konflikts offen legt.
Zurück in Jerusalem wurden in einer Abschlussdiskussion die Eindrücke des Tages verarbeitet und offene Fragen gestellt. Angesichts der Situation in Hebron beschäftigte die jungen Volontäre vor allem die Frage nach dem Umgang der israelischen Regierung mit jüdischen Siedlungen in der Westbank der Rolle der Siedler auf dem Weg zu einem lebensfähigen palästinensischen Staat.